"Es gibt keinen Wein ohne Weinberg und keinen Weinberg ohne Erde. "Patenschaft für einen Weinberg im Veltlin" ist die Geschichte einer Liebe zu einer Landschaft verbunden mit dem erdverwurzelten Wissen im Einklang mit der Arbeit und der landwirtschaftlichen Tradition. Um einen Wein zu machen, der gut zum Trinken, aber auch gut in der Vorstellungskraft als Ergebnis der Umweltverträglichkeit ist, ein Wein voller Persönlichkeit, bedarf es einer Landwirtschaft, die immer stärker die Landschaft als deren Gastgeber achtet."



Das Projekt „Patenschaft für einen Weinberg im Veltlin“ ist entstanden aus dem Willen von Privatpersonen, die mit Ehrgeiz gemeinsam ein konkretes Zeichen für Umweltsensibilität und sozio-ökonomisches Bewusstsein mit Blick auf die Möglichkeiten des Veltliner Gebiets setzen möchten. Dieses Projekt ist von der Zielsetzung getragen, die Bindung zwischen dem landwirtschaftlich-produktiven Umfeld und dem Tourismus- und Hotelsektor zu stärken, und zwar mit positiven Auswirkungen im Hinblick auf das Image und eine spartenbezogene Neudefinition für den Endverbraucher.

Das Projekt der symbolischen „Patenschaft“ für einen Weinberg macht konkret Gebrauch vom konstruktiven Geist der Zusammenarbeit eines lokalen Unternehmers, der unter dem Gesichtspunkt Tourismus und Hotelgewerbe sehr stark an das Veltlin gebunden ist und der es sich über seine aktive Beteiligung zur Aufgabe gemacht hat, die Bearbeitung eines kleinen Weinberges zu bewahren und aufzuwerten und das Projekt über den Verkauf des Weines von diesem Weinberg zu fördern. Der beteiligte Weinbauer bearbeitet den eigenen Weinberg und verpflichtet sich, dem eigenen Handeln Kontinuität mit dem Bewusstsein und der Garantie zu verleihen, die sich aus der Gewissheit der gewerblichen Bestimmung der eigenen Trauben ergeben, wobei dieser Weinbauer aus dem Nischendasein der Ungewissheit und der Handelsunsicherheit heraustritt. Als Brückenbauer zwischen diesen Akteuren dient der weiterverarbeitende Erzeuger in der Kellerei, der den eigenen Sachverstand und die Weinbaukenntnis zur Schaffung des Endprodukts mit einbringt.

„Patenschaft für einen Weinberg im Veltlin“ stellt sich mithin als eine positive und branchenübergreifende Vorgehensweise dar, die Schule machen könnte und die beweist, dass Tourismus, Landschaftsschutz und Aufwertung der lokalen Produkte nebeneinander existieren können und sich gleichzeitig gegenseitig stärken können.

Das Projekt präsentiert sich des Weiteren als ein Blick in die Zukunft: Eine konkrete und sehr aktuelle Abmachung, die darauf abzielt, die Entwicklungswege und die innovativen Lösungsmöglichkeiten für das Gebiet und für den gesamten Weinbau- und Weinerzeugungsbereich ineinander zu fügen. Die Hauptzielsetzungen dieser Initiative gestalten sich wie folgt:

- Stärkung und Aufwertung der Landwirtschaft in den Bergen;
- Erhalt einer vollwertigen Weinbauproduktion;
- Bewahrung des Wissens und der Fertigkeiten, die Bestandteil des für das Veltlin strategisch wichtigen „immateriellen Kulturguts“ sind.

Das Projekt wurde ermöglicht dank der Zusammenarbeit von Abele Branchi, Alessio Magi, Piali Emanuela, Giuseppe Bonseri, Paolo Camozzi, Giacomo Mojoli, Mario Saligari und Marco Rocca.